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Die Bußgeldprofis sind online!

Verkehr & Recht

Wer den Durchblick hat, ist klar im Vorteil

Wer sein Auto im Winter über Nacht draußen parkt, kennt das Problem: Am Morgen sind die Scheiben oft mit Raureif oder Eis überzogen. Mitunter ist das Auto sogar komplett eingeschneit oder vereist. Der Ablauf ist dann fast immer identisch: Motor und Gebläse an, Eiskratzer raus, Guckloch freikratzen und losfahren. Der Rest erledigt sich dann von quasi von alleine.

Nicht alles ist erlaubt

Was in der Praxis einfach klingt, kann juristisch problematisch werden. Das Warmlaufenlassen des Motors zum Beispiel ist nach § 30 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) verboten und mit einem Bußgeld von 10 € bewehrt. Der Einwand, dass dies zum Abtauen der Scheiben erforderlich sei, zählt nicht. Es gibt ja schließlich Eiskratzer und andere Methoden. Bußgelder sind auch dann fällig, wenn zum Beispiel die Scheiben nicht hinreichend von Schnee und Eis befreit sind, das Kennzeichen zugeschneit oder das Auto auch sonst mit Schnee und Eis beladen ist oder Sie mit der falschen Bereifung unterwegs sind. Weiteres Ungemacht droht, wenn es infolge der eingeschränkten Sicht oder sich lösenden Schnee- und Eisplatten zu Schäden an anderen Fahrzeugen oder gar zu einem Unfall mit Personenschäden kommt.

Schärfere Strafen im Ausland

Verstöße, die in Deutschland mit einem vergleichsweise geringen Bußgeld bewehrt sind, werden im benachbarten Ausland ganz anders gesehen. In Österreich kostet das Fahren mit vereisten Scheiben sowie Schnee und Eis auf dem Auto bis zu 5000 €. In der Schweiz zieht das „Gucklochfahren“ in der Regel staatsanwaltschaftliche Ermittlungen nach sich. Die möglichen Konsequenzen reichen hier von hohen Geldbußen bis zum Führerscheinentzug. Das Warmlaufenlassen des Motors ist übrigens auch in Österreich und der Schweiz ausdrücklich verboten.

Kanzlei Voigt Praxistipp

Wir wünschen Ihnen, dass Sie mit klarer Sicht sicher und ohne Probleme durch den Winter kommen. Investieren Sie daher lieber ein paar Minuten Ihrer Zeit, um sicher im Straßenverkehr teilzunehmen. Sollten Sie aber dennoch in einen Unfall oder ein Bußgeldverfahren verwickelt werden, stehen Ihnen die auf solche Fälle spezialisierten Anwälte der Kanzlei Voigt gerne zur Seite.

22.12.2016

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