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Geschwindigkeit

Vorsicht Blitzer!

Einer aktuellen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Koblenz zufolge hat die Polizei Rheinland-Pfalz ein "Sonderprogramm Geschwindigkeitsunfälle" aufgelegt, das die Polizeipräsidien Koblenz, Rheinpfalz, Trier und Westpfalz vom 21. bis 27. August durchführen.

Anlass für die Aktion ist laut Pressemitteilung die gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent angestiegene Zahl der der polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle im Jahr 2016 auf 144.07.

Wörtlich heißt es in der Pressemitteilung:

„In Rheinland-Pfalz waren in 2015 194 Verkehrstote zu beklagen, 18 (9 Prozent) mehr als im Jahr 2014. Diese Zahl ging erfreulicherweise in 2016 auf 161 zurück. Die durchgeführten Untersuchungen zu den jeweiligen Unfallursachen ergaben, dass die Unfälle mit Personenschaden mit einem Anteil von 25 Prozent, auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Geschwindigkeitsüberschreitungen, die immer wieder schwerste Verkehrsunfälle zur Folge haben und nicht nur für die jeweiligen Unfallverursacher, sondern oft auch andere - unschuldige - Unfallbeteiligte erheblich in Mitleidenschaft ziehen. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit ist und bleibt die Unfallursache Nummer 1 bei den Verkehrsunfällen mit schweren Folgen (Verletzte/Getötete), gefolgt von den Ursachen ‘Sicherheitsabstand’ und ‘Vorfahrt’. Die Gesamtzahl der verunglückten Personen stieg von 19.944 im Jahr 2015 auf insgesamt 20.140 in 2016.“

Die Überwachungsmaßnahmen sollen insbesondere an Orten durchgeführt werden, wo es in der Vergangenheit infolge nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeiten zu Unfällen mit schweren Personenschäden gekommen war.

Kanzlei Voigt Praxistipp

Dass die Aktion zur Senkung der Unfallzahlen und Verkehrstoten beitragen soll, ist durchaus begrüßenswert. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass Geschwindigkeitsmessungen oftmals weniger der Sicherheit im Straßenverkehr, als vielmehr der Verbesserung der Ertragslage der kommunalen Haushalte dienen sollen. Insbesondere, wenn eine Behörde dann noch die Herausgabe der Messdaten verweigert oder Zweifel an dem Messverfahren angebracht sind, trägt dies nicht gerade zur Vertrauensbildung bei.

Wenn man geblitzt worden ist und Punkte oder gar ein Fahrverbot drohen, sollte man sich daher nicht auf Diskussionen mit der Bußgeldstelle einlassen, sondern gleich einen Anwalt einschalten. Die Rechtsanwälte der ETL Kanzlei Voigt helfen Ihnen gerne weiter, damit Sie nicht ungerechtfertigt mit einem Bußgeld belegt werden.

21.08.2017

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