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Verkehr & Recht

Profillos: Wenn der Reifen abgefahren ist…

Nach dem Winterschlaf kommt so mancher Sommerreifen wieder auf das Fahrzeug und die alten Winterreifen werden eingemottet. Doch wenn das Reifenprofil zu stark abgefahren ist, droht – neben der höheren Unfallgefahr – ein Bußgeld. Doch welche Anforderungen gelten? Und betrifft die Regelung auch Anhänger?

Mindestprofiltiefe: 1,6, 3 oder 4 mm?

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) regelt in § 36 die Mindestanforderungen an die Profiltiefe. So gilt grundsätzlich eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm. Ausgenommen sind Fahrräder mit Hilfsmotor, Kleinkrafträder und Leichtkrafträder, bei denen schon 1 mm genügt. Soweit die Theorie.

In der Praxis empfiehlt sich ein Austausch von Sommerreifen bereits bei 3 mm, bei Winterreifen schon bei 4 mm. Nur so kann – auch für Ihre Sicherheit – sichergestellt werden, dass der Reifen auch bei Nässe ausreichend Bodenhaftung aufweist.

Auch die Reifen von anderen Kraftfahrzeugen und Anhängern müssen den gesetzlichen Anforderungen genügen. Andernfalls droht auch für diese ein Bußgeld.

Was droht?

Auch wenn es gerne in Vergessenheit gerät, dass die Mindestprofiltiefe gesetzlich geregelt wird: Das Fahren mit abgefahrenen Reifen ist mit 60,00 Euro bis 90,00 Euro Regelgeldbuße nicht gerade günstig. Weil zudem die Verkehrssicherheit durch die verringerte Bodenhaftung betroffen ist, kommt zu dem Bußgeld auch noch ein Punkt.

Kanzlei Voigt Praxistipp

Tauschen Sie Reifen - auch aus Sicherheitsgründen - rechtzeitig aus. Bedenken Sie dabei, dass ein Reifen spätestens nach 8 Jahren ausgetauscht werden sollte, selbst wenn er nicht gebraucht wurde. Das Reifengummi altert auch ohne Nutzung, so dass es porös wird; ein geplatzter Reifen ist die Folge.

25.04.2017

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