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Die Bußgeldprofis sind online!

Mit dem Navi falsch abgebogen!

Als ein Autofahrer seinem Navi "blind" vertraute, endete die Fahrt auf Bahngleisen.

Blindes Vertrauen ist schädlich!

Als die Stimme des Navigationsgeräts einen Autofahrer dazu aufforderte „scharf links“ abzubiegen, tat er genau dies. Allerdings befand er sich zu diesem Zeitpunkt in Höhe eines Bahnübergangs, wo er nicht in die avisierte Straße, sondern direkt auf die kreuzende Bahnlinie abbog. Dort kam das Fahrzeug unmittelbar zum Stehen und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.

Glücklicherweise verfiel der Fahrer weder in Panik noch verlies er den Unfallort. Vielmehr blieb er "cool" und benachrichtigte umgehend die Bundespolizei. Diese lies die Bahnstrecke sofort sperren. Die Bergung des Fahrzeugs übernahm ein Abschleppunternehmen.

Da die Gleise - laut Angaben der Polizei - unbeschädigt blieben und der Fahrer des verunfallten Fahrzeugs Schäden an seinem Fahrzeug gegebenenfalls aus der Teilkaskoversicherung ersetzt verlangen kann, ging der Vorfall glimpflich aus.

Fehlverhalten an Bahnübergängen kann teuer werden!

Glück hatte der Fahrer aber noch aus einem anderen Grund: Laut Polizei lagen keine Anhaltspunkte für einen Verstoß im Sinne des § 19 StVO vor. Bußgelder und Punkte dürften ihm somit erspart bleiben.  

 

Beispiele für typische Verstöße an Bahnübergängen

PunkteGeldbuße  / Fahrverbot  
Heranfahren mit nicht angepasster Geschwindigkeit1 100 € / -
unzulässiges Überholen eines anderen Fahrzeugs                  1 70 € / -
Überquerung des Bahnübergang mit einem Fahrzeug, unter Verstoß gegen die Wartepflicht, obwohl rotes Blinklicht gegeben wurde oder gelbe Lichtzeichen gegeben wurden oder rote Lichtzeichen gegeben 2240 € / 1 Monat
Überquerung des Bahnübergangs mit einem Kraftfahrzeug trotz geschlossener Schranke/Halbschranke 3700 € / 3 Monate
Stand: 29.01.2019 

 

 

Hinweis für Inhaber einer Fahrerlaubnis auf Probe

Verstöße an Bahnübergängen sind A-Verstöße im Sinne von Anlage 12 zur Fahrerlaubnisverordnung.

 

Bild: Bundespolizeiinspektion Magdeburg



28.01.2019

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