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Verkehr & Recht

iPod am Steuer erlaubt, iPhone aber nicht!

Fast jeder wird das Urteil des Amtsgerichts Waldbröl vom 31.10.2014 (Az: 44 OWi 225 Js 1055/14) kennen. Der Richter entschied hier, dass das iPod am Steuer nicht verboten sei ¬ anders als das iPhone. Doch warum ist das so? Bussgeldprofi.de zeigt kurz und knapp den Unterschied auf.

 

Fahrer diktierte etwas während der Fahrt in sein iPod

Ein PKW-Fahrer stand vor Gericht, weil ihm vorgeworfen wurde, verbotenerweise ein Mobiltelefon benutzt zu haben, indem er dieses während der Fahrt aufnahm oder in der Hand hielt. Nachdem ein Zeuge befragt wurde, stand für das Gericht fest, dass der Fahrer wohl mit einem iPod etwas diktierte. Dabei hielt er das Gerät während der Fahrt in der Hand.

Kein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung

Das Amtsgericht kam zum Ergebnis, dass Geräte wie ein iPod, mit denen man nur über eine Internetverbindung telefonieren kann, nicht unter den Begriff des Mobiltelefons ­ so wie ihn § 23 Straßenverkehrsverordnung (StVO) versteht, fällt. Die Argumente im Einzelnen:

  1. Ein iPod sei ein tragbares digitales Medienabspielgerät, das über keine eigenständige Telefonfunktion und keine SIM-Karte verfügt.

  2. Nur durch die Verwendung einer entsprechenden „App“ sei das Telefonieren über eine (WLAN-) Internetverbindung technisch möglich.

Der Richter am Amtsgericht sah keinen Verstoß gegen die StVO und sprach den Angeklagten frei.

Bußgeldprofi-Tipp

Wo ist der Unterschied zwischen iPod und iPhone? Der Richter definiert das „ iPhone“ und andere Mobiltelefone als tragbare Telefone, die über Funk mit dem Telefonnetz kommunizieren und daher ortsunabhängig eingesetzt werden können. Geräte wie das iPod, mit denen man nur über eine Internetverbindung gegebenenfalls telefonieren kann, fallen dabei nicht unter den Begriff des Mobiltelefons.

07.11.2016

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