• Hotline 0800-28774353 (0800-BUSSGELD)

Die Bußgeldprofis sind online!

Special One

Halloween hinterm Steuer?

Von Jahr zu Jahr erfreut sich Halloween einer wachsenden Beliebtheit. Doch wer in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November kostümiert am Straßenverkehr teilnehmen will, sollte sich an die Straßenverkehrsordnung halten - andernfalls drohen Bußgelder. Was genau zu beachten ist?

Vermummungsverbot am Steuer

Seit Oktober 2017 gilt laut § 23 Abs. 4 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO): „Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist.“ Das soll unter anderem der Fahreridentifizierung bei Geschwindigkeitsverstößen dienen.

Für Halloween bedeutet dies, dass Autofahrer für die Fahrt die Maske ihres Kostüms besser nicht aufsetzen. Wer dagegen auf ein geschminktes Gesicht gesetzt hat, sollte so lange keine Probleme bekommen, wie die wesentlichen Gesichtszüge erkennbar sind. Schwierig ist dabei die Grenzziehung vor allem bei aufwendigeren Kostümierungen, die mit aufgeklebten Latexnasen und ähnlichem arbeiten. Diejenigen sind besser beraten, wenn sie sich fahren lassen. Wer gegen das Vermummungsverbot verstößt, muss nämlich mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen.

Verkehrssicherheit hat Vorrang

Zu den sonstigen Pflichten des Fahrzeugführers gehört auch, dass seine Sicht und sein Gehör durch die Besetzung, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt werden (§ 23 Abs. 1 Satz 1 StVO). Das betrifft zum einen das Kostüm des Autofahrers. So sind nicht alle farbigen Kontaktlinsen für den Straßenverkehr geeignet. Häufig haben vor allem günstige Modelle einen zu kleinen Ausschnitt für die Pupille  und schränken somit das Sichtfeld ein. Aber auch Kostüme, die den Hals versteifen und so beispielsweise den Schulterblick nicht mehr ermöglichen, sind verboten.

Zum anderen ist so mancher eingefleischter Halloween-Fan versucht nicht nur sich, sondern auch sein Fahrzeug dem Verkleidungsthema anzupassen. Doch auch hier darf es nicht zur Beeinträchtigung der Sicht kommen. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass die Fahrzeugbeleuchtung nicht verdeckt wird oder gar andere sicherheitsrelevante Teile beeinträchtigt werden.

Kanzlei Voigt Praxistipp

Wer bei seiner Kostümierung auf die Verkehrssicherheit achtet, kann sich auch an Halloween unbeschwert ans Steuer setzen. Im Zweifelsfall bietet sich eine Fahrgemeinschaft an. Sollte es dennoch zu Schwierigkeiten kommen, helfen die erfahrenen Rechtsanwälte der ETL Kanzlei Voigt gerne weiter. In diesem Sinne wünschen wir ein schaurig-schönes Halloween.

30.10.2018

Zurück zur Artikelübersicht