• Hotline 0800-28774353 (0800-BUSSGELD)

Die Bußgeldprofis sind online!

Special One

Gasflaschentransport: 300 Euro Bußgeld können drohen

Die sommerlichen Temperaturen locken so manchen in den Garten, wo in gemütlicher Runde gegrillt wird. Wer einen Gasgrill sein eigen nennt, braucht sich um das Anzünden des Grills keine Sorgen zu machen. Und auch Kleingärtner werten das Gartenhäuschen um einen Gaskocher auf, um mehr Zeit im Grünen verbringen zu können. Doch beim Transport der Gasflaschen ist Vorsicht geboten - sonst wird es schnell teuer.

Die unterschätzte Gefahr

Viele Autofahrer sind sich der Gefahr, die von einer falsch oder nicht gesicherten Gasflasche ausgeht, nicht bewusst. So kann das (Rest)Gas aus einer ungesicherten Flasche ausdringen und sich gegebenenfalls entzünden. In jedem Fall kann es die Gesundheit des Fahrers beeinträchtigen. Doch auch bei einem abrupten Bremsmanöver können Druckgasflaschen das Ventil verlieren und zu Geschossen werden. Und selbst leere Gasflaschen werden bei einem Auffahrunfall zu einer tödlichen Gefahr, wenn sie frei durch den Fahrzeuginnenraum fliegen.

Gasflaschen sicher transportieren

Um Gasflaschen sicher zu transportieren, sollten Sie vor dem Einladen den Druckminderer und Armaturen bzw. Schläuche entfernen sowie sicherstellen, dass das Flaschenventil dicht verschlossen ist. Schrauben Sie dann die Verschlussverschraubung auf den Ventilanschluss auf und sichern Sie das Ganze noch mit einer Schutzkappe oder einem Metallschutzkragen. Sollte das wegen der Bauart nicht möglich sein, wäre eine entsprechende Schutzkiste erforderlich. So können Sie sicherstellen, dass während des Transports kein Gas austritt. Sicherheitshalber sollte ein Fenster einen Spalt breit geöffnet oder das Lüftungsgebläse eingeschaltet sein.

Damit die Gasflaschen beim Bremsen oder Abbiegen nicht zum Geschoss werden, müssen sie sicher geladen sein. Das lässt sich mit verhältnismäßig günstigen Mitteln erreichen. Eine Antirutschmatte unter der Flasche hindert diese schon einmal am Verrutschen bei leichten Fahrzeugbewegungen. Damit die Flasche nicht umfallen, herunterfallen oder verrollen kann, sollte sie zumindest mit Zurrgurten fixiert werden. Achten Sie dabei bitte darauf, dass der Ventilanschluss auch bei starkem Bremsen nicht beschädigt werden kann.

Eine gut gesicherte Flasche nutzt jedoch wenig, wenn andere Gegenstände lose herumfliegen und das Ventil beschädigen können. Daher sollte auch das Zubehör und Werkzeug so gesichert sein, dass es die Flasche und das Ventil nicht beschädigen kann.

Verstöße sind teuer

Weil die transportierten Gase in der Regel als Gefahrgut einzustufen sind, werden die Gefahrgutverstöße mit entsprechend hohen Bußgeldern geahndet. Fehlt es an der Ladungssicherung der Gasflasche, fällt ein Regelbußgeld von 300 Euro an. Doch auch bereits die fehlende Schutzkappe kann teuer werden: Dann fehlen Maßnahmen, die das Austreten des Gefahrguts vermeiden, was ebenfalls mit 300 Euro sanktioniert werden kann.

Kanzlei Voigt Praxistipp

Um sich unnötigen Ärger und Kosten zu ersparen, sollte auf eine ausreichende Ladungssicherung geachtet werden. Wenn Sie Zweifel oder Fragen haben, kann Ihr Händler des Vertrauens sicherlich auch aufklären, was zu beachten ist. Oftmals verfügen diese auch über Hinweis- und Merkblätter zu den einzelnen Gasen und Gasflaschen, die sie Ihnen mitgeben können.

Sollte es trotz richtiger Ladungssicherung zu Problemen beim Transport von Gasflaschen kommen, stehen Ihnen die erfahrenen Rechtsanwälte der ETL Kanzlei Voigt gerne zur Seite.

30.06.2018

Zurück zur Artikelübersicht