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Verkehr & Recht

Die dunkle Seite der Nacht

Die vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) nach dem Lichttest 2016 veröffentlichte Statistik ist deutlich: Laut ZDK sind 32 % der PKW und sogar 41,4% der LKW mit fehlerhafter Beleuchtung unterwegs. Die Mängelliste reicht von falsch eingestellten bis hin zu vollständig ausgefallenen Scheinwerfern. Aber auch bei den Rücklichtern wurden oft Mängel festgestellt. Der Schwerpunkt — bei PKW und LKW — lag dabei auf falsch eingestellten Frontscheinwerfern. Angeführt wurde die Statistik sowohl bei PKW als auch bei LKW von zu hoch eingestellten Scheinwerfern mit 9,6 % bzw. 13,2 %.

Das kann man sich sparen

Ein Blick in den aktuellen Bußgeldkatalog verdeutlicht, dass Mängel der Beleuchtung an Auto oder Anhänger nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten. In § 17 Abs. 1 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) heißt es unmissverständlich: „Während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen. Die Beleuchtungseinrichtungen dürfen nicht verdeckt oder verschmutzt sein.“ Wer das nicht tut oder mit verd(r)eckten Lampen fährt, kann leicht mit 20 € oder mehr zur Kasse gebeten werden. Selbst ein Punkt in Flensburg ist möglich. Überflüssig zu sagen, dass nur benutzt werden kann, was auch funktioniert.

Bunte Lichter gehören an den Tannenbaum

Allerdings sollten die Scheinwerfer nicht nur richtig eingestellt sein und funktionieren, sondern auch in der richtigen Farbe leuchten. Sind die Scheinwerfer falsch eingestellt und blenden den Gegenverkehr, ist von einem Bußgeld bis zur vorübergehenden Stilllegung des Fahrzeugs alles möglich. Laut § 50 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) „darf für die Beleuchtung der Fahrbahn nur weißes Licht verwendet werden“ und die Blinker — im Behördendeutsch „Fahrtrichtungsanzeiger“ genannt — müssen nach § 54 StVZO (im Regelfall) gelb und Schlussleuchten rot sein. Grundsätzlich gilt auch hier, dass nicht alles erlaubt ist, was gefällt. Bunte Lichter gehören auf die Kirmes oder an den Tannenbaum — nicht aber an das Auto.

Wir von der Kanzlei Voigt wünschen Ihnen, dass Sie sicher und ohne Probleme ankommen. Sollten Sie dennoch einmal in Schwierigkeiten geraten, stehen unsere Spezialisten Ihnen gerne zur Seite, kämpfen für Sie und bringen Licht in das Dunkel.

19.12.2016

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