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Verkehr & Recht

Darf man entgegen der Fahrtrichtung parken?

Wer nach langem Suchen einen Parkplatz gefunden hat, dieser sich aber auf der gegenüberliegenden Seite und entgegen der Fahrtrichtung befindet, stellt sich die Frage: Ist es erlaubt entgegen der Fahrtrichtung zu parken?

Die Antwort findet sich in § 12 StVO.

Parken und Halten darf man (grundsätzlich) nur rechts

Gemäß § 12  Abs. 4 Satz 1  StVO ist der rechte Seitenstreifen zum Parken zu benutzen. dazu gehören auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen. Voraussetzung ist, dass sie ausreichend befestigt sind. Wenn Seiten- oder ausreichend befestigte Parkstreifen fehlen, ist an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren. Für das Halten gilt dasselbe. Wo das Parken auf dem Gehweg erlaubt ist, ist ebenfalls die rechte Seite zu benutzen.

Sind Halten oder Parken in der zweiten Reihe erlaubt?

§ 12  Abs. 4 Satz 3  StVO gestattet lediglich Taxen das Halten oder Parken in der zweiten Reihe. Allerdings muss die Verkehrslage dies zulassen und es muss dem Ein- oder Aussteigen von Fahrgästen dienen.

Wann darf links geparkt werden?

Auf der linken Seite darf gehalten und geparkt werden, es sich um eine Einbahnstraße handelt oder wenn auf der rechten Seite Schienen liegen. Der Fahrraum von Schienenfahrzeugen ist stets frei zu halten. Wer dies nicht tut, riskiert eine Geldbuße in Höhe von 20 €. Wenn andere dadurch behindert  werden, erhöht sich die Geldbuße auf 30 €.

Was kosten Verstöße gegen das „Rechtsparkgebot“?

Wer nicht am rechten Fahrbahnrand hält, ist mit 10 € dabei. Wer nicht am rechten Fahrbahnrand hält und andere behindert bezahlt 15 €. Dieser Betrag droht auch demjenigen, der nicht am rechten Fahrbahnrand parkt. Die Obergrenze liegt bei 35 € für denjenigen, der länger als eine Stunde nicht am rechten Fahrbahnrand parkt und andere dadurch behindert.

Es kann aber auch erheblich teuer werden. Wer sein Fahrzeug so parkt, dass eine Straßenbahn behindert wird, darf sich nicht wundern, wenn er die Kosten des Schienenersatzverkehrs zu tragen hat (Amtsgericht Frankfurt/Main, Urteil vom 17.08.2017, Az.: 32 C 3586/16 (72).

Wie bei allen Bußgeldbescheiden gilt aber auch hier: Wenn Zweifel an der Rechtmäßigkeit bestehen, sollten diese nicht einfach so hingenommen, sondern es sollte ein Anwalt mit der Prüfung etwaiger weiterer Schritte betraut werden.

Die Bußgeldprofis der ETL Kanzlei Voigt stehen Ihnen für eine kostenlose Erstberatung gerne zur Verfügung!

21.08.2018

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