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Verkehr & Recht

„Bond, übernehmen Sie!“

Von James Bond über The Transporter bis hin zu Knight Rider gehören wechselnde oder geheime Autokennzeichen einem gewissen Filmgenre einfach dazu. „Eigentlich eine gute Idee“ scheint sich ein findiger Autofahrer aus Baden-Württemberg gedacht zu haben. Der 54-Jährige montierte kurzerhand eine elektrische Jalousie an der Halterung seines vorderen Kennzeichens. Mittels einer Fernbedienung, im Fahrzeuginnenraum konnte er die Vorrichtung steuern. Damit wollte der Fahrer „unliebsame Bilder“ der Polizei vermeiden.

Allerdings fiel der Wagen einer Streife der Verkehrspolizei auf, als er „in geheimer Mission“ auf der A 9 unterwegs war. Als die Beamten einer Polizeistreife kein vorderes Kennzeichen erkennen konnten, wollten sie wissen, mit wem sie es zu tun hatten. Bei der anschließenden Kontrolle des Fahrzeuges fiel die Tüftelei auf. Die Polizei entfernte die Jalousie und fertigte eine Anzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs.

Welche Konsequenzen drohen?

Anders als bei beispielsweise der reinen Geschwindigkeitsüberschreitung, ist der Kennzeichenmissbrauch nach § 22 StVG keine Ordnungswidrigkeit mehr. Statt eines Bußgeldes sieht der Strafrahmen neben der Geldstrafe auch die Möglichkeit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr vor.

Wer wegen Kennzeichenmissbrauchs verurteilt wird, muss - soweit ein Fahrverbot verhängt wurde - mit zwei Punkten im Fahreignungs-Register rechnen. Enthält das Urteil dagegen die Entziehung der Fahrerlaubnis oder eine isolierte Sperre, fallen sogar drei Punkte an.

30.08.2018

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