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Aktuelle Fälle

Beachtet man die Achslast nicht, kann´s sein dass dann die Achse bricht

Einer Meldung der Polizei Mönchgengladbach zufolge, kam es am 18.12.2017 gegen 6:20 Uhr in der Görresstraße zu Verkehrsbehinderungen, weil dort mitten auf der Straße ein Pkw-Anhänger stand. Dieser war zuvor entwendet und von den Dieben mit alten Heizkörpern be- und augenscheinlich auch erheblich überladen worden. Ob das verwendete Tarnnetz die Heizkörper verdecken oder eine unzureichende Ladungssicherungsmaßnahme darstellen sollte, ist nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass die Achse brach und der Anhänger nicht weiter gezogen werden konnte, woraufhin die Diebe den Havaristen abhängten und davon fuhren.

Diese Erfahrung musste auch ein Autofahrer machen, der einer Polizeistreife am 07.01.2020 auf der A 45 bei Dortmund auffiel, als er einen überdimensionalen Einkaufswagen transportierte.

Da ihnen die Sicherung unzureichend erschien, stoppten die Beamten das Gespann. Leider bestätigte sich dieser Eindruck und der "XXL-Einkaufswagen" hätte sich während der Fahrt selbstständig machen können. Die Polizisten untersagten daher die Weiterfahrt, bis die Sicherung ausreichend nachbessert worden war.

Zudem fertigten sie wegen der mangelnden Ladungssicherung entsprechende Anzeigen gegen den Fahrer sowie den Halter des Gespanns.

Welche Bußgelder können Fahrer und Halter drohen?

Mangelnde Ladungssicherung

Gemäß § 22 StVO müssen Ladungsgegenstände so verstaut und gesichert sein, „dass sie selbst bei Vollbremsungen oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.“

In vielen Fällen kann dies durch die Verwendung von Antirutschmatten und zwei Spanngurten erreicht werden. Wo dies nicht ausreicht, sind zusätzliche Sicherungsmittel unverzichtbar.

Wer mit nicht vorschriftsgemäß gesicherter Ladung fährt, riskiert ein Bußgeld von mindesten 35 Euro. Wenn aufgrund der mangelhaften Ladungssicherung andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, d.h. die Ladung z.B. herabzufallen droht, drohen 60 Euro und ein Punkt. (§ 22 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 102.2.1 BKat; § 19 OWiG)

Noch teurer wird es, wenn es aufgrund der nicht richtig gesicherten Ladung zu einem Unfall kommt. In diesem Fall drohen ebenfalls ein Punkt sowie ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro. 

Überschreiten der zulässigen Höhe

Sollte die Höhe die Marke von 4 Meter in unzulässiger Weise überschreiten, wird der Verstoß mit einem Bußgeld in Höhe von 20,00 Euro geahndet. Einen Punkt gibt es nicht. Dies ändert sich ab einer Höhe von 4,20 Meter. In diesem Fall sind ein Bußgeld in Höhe von 70,00 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister fällig. (§ 22 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 102.2.1 BKat; § 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG)

Überladung

Dem aktuellen Bußgeldkatalog zufolge ist bei einer Überladung um mehr als 30 % (zul. Gesamtgewicht <2t) mit 235 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg zu rechnen. (Ziff. 334698 § 34 Abs. 3, § 31d Abs. 1 ***), § 69a StVZO; § 24 StVG; 198.2.6 BKat (Kfz m. Anhänger bis 2 t - Tab.: 734030).

Überschreitung der Anhängelast

Das Bußgeld für die Überschreitung der Anhängelast beginnt für denjenigen, der die Inbetriebnahme eines Zuges mit überladenem Anhänger anordnet, bei 35 Euro und enden bei 425 Euro. Die für den Fahrzeugführer maßgebliche Spanne liegt zwischen 30 und 380 Euro.

Die genannten Werte beziehen sich auf nicht kennzeichnungspflichtige Gespanne. Für kennzeichnungspflichtige Gespanne.

 

 

Bildnachweis: Polizei Dortmund 

 

 

21.12.2017

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