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Aktuelle Fälle

Auch kleinste Einnahme von Amphetaminen führt zum Verlust des Führerscheins!

Bereits die Einnahme von Amphetaminen in kleinster Menge berechtigt die Fahrerlaubnisbehörde, dem Motorradfahrer die Fahrerlaubnis zu entziehen.

Biker ging davon aus, dass das Amphetamin nach drei Tagen abgebaut sei

Bei einer Polizeikontrolle fiel der Motorradfahrer auf, der sich anschließend wegen des Verdachts auf Drogenkonsum einer Blutprobe unterziehen musste. Im toxikologischen Gutachten stellte man eine Konzentration von 0,018 mg/L Amphetamin im Blut fest. Die Fahrerlaubnisbehörde entzog daraufhin die Fahrerlaubnis, da der Konsum von Amphetamin, den Fahrer zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet mache. Der Biker  widersprach der Entscheidung und beantragte bei Gericht „einstweiligen Rechtsschutz“. Er habe sich auf einem Festival am Samstag nach erheblichem Alkoholkonsum verleiten lassen, an einer „Linie“ Amphetamin kurz zu ziehen. Weil die Droge nach seinen Informationen innerhalb von maximal drei Tagen abgebaut sei, sei er absichtlich bis Donnerstag nicht gefahren.

Einmalige Einnahme der harten Droge reicht aus, um nicht mehr Motorrad fahren zu können

Das Gericht lehnte den Antrag des Motorradfahrers ab. Nach der Fahrerlaubnisverordnung reiche bereits die einmalige Einnahme der „harten Droge“ Amphetamin aus, um zum Führen eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr ungeeignet zu sein. Dies gelte auch, wenn der Betreffende nicht unter dem Einfluss der Droge gefahren sei. Das folge aus der gesteigerten Gefährlichkeit der Droge, wie sie im toxikologischen Gutachten beschrieben werde. Der Gutachter führte hierin aus, eine gewisse Restwirkung der Droge sei nicht auszuschließen. Es sei aber zu berücksichtigen, dass es gerade in der Abklingphase einer akuten Psychostimulantienwirkung zu schweren psychophysischen Erschöpfungszuständen kommen könne. Dadurch könne die persönliche Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt sein.

Bußgeldprofi-Tipp

Vorsicht: Für den Zeitpunkt der Teilnahme am Straßenverkehr kommt es nicht darauf an, welche Konzentration von Drogen im Blut nachgewiesen wird. Das ist der Fahrerlaubnisbehörde ziemlich egal. Daher: Hände weg!

07.11.2016

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