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Auch exotische Fracht muss ausreichend gesichert sein!

Wer Güter nicht oder nur unzureichend gesichert transportiert, gefährdet nicht nur andere Verkehrsteilnehmer. Er riskiert auch selber ein Bußgeld und Punkte!

Diese Erfahrung musste auch ein Autofahrer machen, den am 07.01.2020 eine Polizeistreife auf der A 45 bei Dortmund stoppte, als er einen überdimensionalen Einkaufswagen transportierte.

Vermutlich hätten die Beamten ihn auch nicht weiter behelligt, wenn ihnen nicht die Sicherung unzureichend erschienen wäre. Als es sich bestätigte, dass der "XXL-Einkaufswagen" sich während der Fahrt hätte selbstständig machen können, untersagten die Beamten die Weiterfahrt, bis die Sicherung ausreichend nachbessert worden war. Zudem fertigten sie Anzeigen gegen den Fahrer sowie den Halter des Gespanns.

Wer ist für die Ladungssicherung verantwortlich?

Vom Grundsatz her ist jeder, der am Ladevorgang beteiligt ist, verantwortlich. Bei einer unzureichenden Sicherung  können daher Frachtführer, Fahrzeughalter Fahrer, Verlader und Lademeister gleichermaßen in der Verantwortung stehen.

Vornehmlich ist jedoch der Fahrer für die Ladungssicherung verantwortlich. Gemäß § 23 Abs. 1 StVO hat er dafür sorgen, dass die Sicherheit bei der Fahrt weder durch Gegenstände im Fahrzeug, noch durch Mängel des Fahrzeugs beeinträchtigt wird. Wenn ein Dritter die Beladung durchgeführt hat, steht auch dieser in der Verantwortung.

Der Halter des Fahrzeugs haftet dafür, „dass der Führer zur selbständigen Leitung geeignet oder das Fahrzeug, der Zug, das Gespann, die Ladung oder die Besetzung vorschriftsmäßig ist oder die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet (§ 31 Abs. 2 StVZO).

Welche Bußgelder können Fahrer und Halter drohen?

Mangelnde Ladungssicherung

Gemäß § 22 StVO müssen Ladungsgegenstände so verstaut und gesichert sein, „dass sie selbst bei Vollbremsungen oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.“ In der Regel reichen hierzu Antirutschmatten oder Spanngurten erreicht werden. Wo dies nicht der Fall ist, sind zusätzliche Sicherungsmittel zu verwenden.

Wer mit nicht vorschriftsgemäß gesicherter Ladung fährt, riskiert ein Bußgeld von mindesten 35 Euro. Wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, z.B. weil die Ladung herabzufallen droht, stehen 60 Euro und ein Punkt zur Diskussion. Wenn es zu einem Unfall kommt, drohen ebenfalls ein Punkt sowie ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro. 

Kanzlei Voigt Praxistipp

Sollten Sie kontrolliert und Ihnen ein Verstoß gegen die Ladungssicherungsvorschriften vorgehalten werden, sollten sie die Ladung selbstredend entsprechend nachsichern. Was den Bußgeldbescheid betrifft, empfiehlt es sich - insbesondere wenn Punkte drohen- zeitnah einen erfahrenen Rechtsbeistand hinzuzuziehen.

Die Rechtsanwälte der ETL Kanzlei Voigt helfen Ihnen gerne weiter.

 

Bildnachweis: Polizei Dortmund 

17.01.2020

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