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Auch Blitzerattrappen können zu Problemen führen!

Als ein Tischler in Köln - gemeinsam mit seinen Kindern - eine „Blitzerattrappe“ baute und in seinem Garten aufstellte, landete er vor Gericht. Dasselbe Schicksal droht aktuell auch einem Anwohner der B 215 aus der der niedersächsischen Ortschaft Leseringen.

Vergleichbar dem Fall in Köln, hatte ein Anwohner auch hier eine Blitzerattrappe aufgebaut und vor sein Haus gestellt. Wie er gegenüber der Polizei angab, sollte der Eigenbau die Autofahrer dazu veranlassen, sich an die innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten. 

Allerdings verfügte die Konstruktion, im  Gegensatz  zur „Kölner Attrappe“, die lediglich aus Holzplatten und einer roten Plastikscheibe bestand, auch über eine echte Kamera, von der aus ein Kabel zum Wohnhaus führte und mit der möglicherweise auch Fotos vorbeifahrender Fahrzeuge angefertigt werden konnten.  Ob dies auch tatsächlich erfolgt ist oder ob eine sogenannte Dauerüberwachung erfolgt ist, kann und soll hier nicht geklärt werden. 

Ungeachtet des Umstands, dass die Attrappe nach einer entsprechenden polizeilichen Ansprache wieder abgebaut wurde, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Amtsanmaßung gemäß § 132 StGB eingeleitet. Ob das Verfahren am Ende ebenfalls eingestellt werden wird (vgl. AG Köln, Beschluss. v. 10.12.2018, Az. 528 Ds 641/18), ist offen. 

Wir verfolgen den Fall weiter und werden hier berichten! 

Sollten Sie von einem echten "Blitzer" fotografiert werden, stehen wir Ihnen zur Seite, um Bußgelder und ggf. Punkte oder ein drohendes Fahrverbot abzuwehren.

 

Fotos: Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg

26.03.2019

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