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Verkehr & Recht

Achtung Abstandskontrolle!

Dichtes Auffahren führt schnell zu hohen Bußgeldern und Punkten in Flensburg. Auch Fahrverbote sind möglich!

Abstandsregelung für PKW

Welchen Abstand ein PKW-Fahrer zu seinem Vordermann einhalten muss, ist gesetzlich nicht genau geregelt. § 4 Abs. 1 StVO regelt zwar, dass der Abstand zum Vorausfahrenden so groß sein muss, dass auch bei einer plötzlichen Bremsung hinter diesem noch rechtzeitig angehalten werden kann. Für die Bestimmung des notwendigen Sicherheitsabstandes hat sich aber eine „Faustformel“ herausgebildet, wonach der Abstand zum Vordermann mindestens den halben Tachowert in Metern betragen soll.

Wann liegt ein Verstoß gegen die Abstandsregeln vor?

Von einem Verstoß ist auszugehen, wenn der Fahrer die Unterschreitung des erforderlichen Sicherheitsabstands selbst verursacht hat. Kommt es aufgrund des Fahrverhaltens anderer Verkehrsteilnehmer, z.B. durch ein Abbremsen des Vorausfahrenden, zur Abstandsunterschreitung, liegt nur dann ein Verstoß vor, wenn es sich nicht nur um eine ganz kurzfristige Abstandsunterschreitung handelt. Die meisten Oberlandesgerichte (so z.B. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 27.01.1993, Az. 2 Ss (OWi) 407/92; (OWi) 5/93 III und OLG Celle, Beschluss vom 20.04.1978, Az. 1 Ss (OWi) 141/78) nehmen dies an, wenn der erforderliche Abstand auf einer Strecke von 250-300 Metern unterschritten wird. Dagegen will das Oberlandesgericht Hamm (Beschluss vom 09.07.2013, Az. 1 RBs 78/13) bereits eine Strecke von nur 140 Metern ausreichen lassen. In jedem Fall ist der nachfolgende Fahrer verpflichtet, den erforderlichen Abstand wieder herzustellen.

Staffelung der Rechtsfolgen nach Geschwindigkeit und Erheblichkeit des Verstoßes

Welche Folgen ein Verstoß hat, ist von der gefahrenen Geschwindigkeit und davon abhängig, wie erheblich der ermittelte Abstand den halben Tachowert unterschreitet. Die Geldbußen reichen von 25,- Euro bis 400,- Euro. Zusätzlich – sind je nach Sachlage – bis zu zwei Punkte und im schlimmsten Fall sogar ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten möglich (siehe Tabelle).

 

Kanzlei Voigt Praxistipp

Abstandsverstöße können schnell zu Punkten und Fahrverboten führen. Entscheidend für die Sanktion sind die zur Tatzeit gefahrene Geschwindigkeit und der tatsächlich ermittelte Abstandswert.

Angesichts möglicher Messungenauigkeiten empfiehlt es sich, die Werte durch einen versierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Dabei sollten auch etwaige Beweisvideos / -fotos beigezogen und die konkrete Fahrsituation analysiert werden. Das Team der ETL Kanzlei Voigt berät Sie zu den Erfolgsaussichten in ihrem Fall und kämpft für Sie!

 

 

 

27.09.2018

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